Liechtensteiner Spezialitäten

Vadozner Huus: Sarina Rhyner/Dominik Roeske spielen Hallo und Adieu ()

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Basecamp : Vadozner Huus

Hallo und Adieu von Athol Fugard

Hallo und Adieu thematisiert auf eindrucksvolle und zugleich überspitzte Weise in wieweit Menschen für ihr eigenes Schicksal verantwortlich sein können. Sollte man sich auf die Krücken der Vergangenheit stützen, oder selber für sich Verantwortung übernehmen? In einer Welt in der die Jugend zunehmend den Status Quo unhinterfragt akzeptiert, sollte das Stück ein Ansporn sein die eigene Situation kritisch zu hinterfragen.

Hallo und Adieu, ein Zweipersonenstück, von Athol Fugard handelt um den sogenannten White Trash, der weißen Unterschicht in Südafrika in den 1960er Jahren. Johnny und Hester wachsen unter widrigen Verhältnissen in Port Elisabeth auf. Johnny ist der etwas zurückgebliebene ältere Bruder, während Hester aufbrausend, mit beiden Beinen im Leben steht. Der Vater arbeitet als Arbeiter für die Bahn. Nachdem er bei einem Arbeitsunfall ein Bein verliert und nicht mehr arbeiten kann, verschlimmert sich die Lage zusätzlich. Die Atmosphäre zuhause ist zunehmend angespannt und Hester, die die Situation nicht mehr ertragen kann, verlässt die Familie um in Johannesburg ihr Glück zu finden. Aufgrund fehlender Alternativen prostituiert sie sich und lebt so von der Hand in den Mund.

Johnny beschränkt sich nach dem Tod der Mutter darauf den Vater zu pflegen. Eines Tages, nach vielen Jahren, taucht Hester auf um ihren Bruder Johnny zu besuchen, wie sie sagt. Der wirkliche Grund ist allerdings ein ganz anderer.
Dies, teils amüsant, teils tief ergreifende Drama lebt von der psychologischen Entwicklung der beiden Charaktere. Die Darstellung ist naturalistisch bis minimalistisch um den Fokus nicht vom eigentlichen Geschehen abzulenken.

Der Zuschauer wird angeregt die persönliche Situation nachdenklich zu hinterfragen und trotz der etwas beklemmenden Situation, unterstrichen durch das Bühnenbild einer Wohnküche, wird kein bedrückendes Gefühl, sondern eher die positiven Aspekten der, wenn auch hier begrenzten Möglichkeiten, hinter bleiben.

Sarina Rhyner ist in Liechtenstein aufgewachsen, sie hat schon in jungen Jahren Theater gespielt im Jungen Theater Liechtenstein. Sie war immer sehr aktiv in Liechtenstein, sei es mit Theater, Tanzen oder Guggamusik. Sarina’s grösste Projekte in und um Liechtenstein waren die Freilichtbühne Rüthi, Theater Company von Kuno Bont und Krimischmaus mit Andy Konrad. Bevor Sie nach München ging, war Sarina jahrelang in der Wettkampfgruppe vom Tanzclub Liechtenstein. Im Jahr 2015 entschied Sarina sich die Schauspielausbildung in München zu absolvieren. Da lernte Sarina Rhyner, Dominik Roeske kennen. Zusammen durften sie von Anfang miteinander kleinere Projekte spielen, wie zum Beispiel die Beobachtungen, Duos und anschliessend die Abschlussproduktion.

Sarina Rhyner spielt seit sie 11 Jahre alt ist Theater. Neben Ihrer großen Leidenschaft für die Schauspielerei, hat Sarina auch immer getanzt.
Im Moment ist Sarina mit der Mördernacht von Daniela Haindl durch Bayern unterwegs. Frühere Rollen waren im Stück Boeing Boeing die Schweizer Stewardess Judith (ISSA Bühne, München), im Schmugglerkönig die alte Erzählerin (Freilichtbühne Rüthi), In dem Stück von Andy Konrad spielte sie die Brigitte List (Das Geheimnis der Kirschblütenbrosche (Krimischmaus) und in dem Stück Einer flog über das Kuckucksnest Miss Harding. (Theater Company, Buchs) Ihre Abschlussmonologe waren Amalia aus Die Räuber von Schiller, Mirza aus Judith von Hebbel, Susi aus dem Mondscheintarif und die Drachenlady Marti aus dem Drachen von James Martin.

Dominik Roeske spielt seit 14 Jahren Theater und unterrichtet zusätzlich Schauspiel an einer Schule in München. Aktuell tourt er mit der Mördernacht von Daniela Haindl durch Ober-, Niederbayern und Österreich. Frühere Rollen waren u.a. die des Bernard in „Boeing Boeing“ von Marc Camoletti (ISSA Bühne, München), die des Richard in „Du bist nur zweimal jung“ von Ron Aldrige (diverse Spielstätten), die des Helge in „Helges Leben“ von Sibylle Berg (Blaue Maus und Rationaltheater, München), die des Uwe Jensen in „Blumen und andere Nettigkeiten“ von Alexander Ollig (Roßstalltheater, Germering), die des Gorge Mastromast in „Die Opferung des Gorge Mastromas“ von Dennis Kelly (Einstein, München) und die der Stewardess, Frau in rotem Kleid, sowie eines Asiaten in „Der Goldene Drache“ von Roland Schimmelpfennig (Rationaltheater, München und Vettern, Rosenheim).

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